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Der Ort der Geburt

Frau bei der Geburt
©Photo by Olivia Snyder

Sobald ihr wisst, dass ihr ein Kind erwartet, kommen viele Entscheidungen auf euch zu. Eine davon ist die Wahl des Geburtsorts.

Wo wird euer Kind geboren?

Bevor ihr euch überlegt, wie ihr euer Kind auf die Welt bringen wollt, kann es hilfreich sein, sich über den Ort klar zu werden. Zuhause? Im Krankenhaus? Oder doch lieber in einer Geburtsklinik?

Jeder Ort hat seine Vorteile: euer Zuhause bietet euch Vertrautheit, das Krankenhause verspricht die beste medizinische Versorgung, sollte es Komplikationen bei der Geburt geben und das Geburtshaus glänzt mit einer besonders persönlichen Betreuung.

Geburt im Krankenhaus

Wenn ihr an die Entbindung denkt, kommt euch wahrscheinlich das Krankenhaus zuerst in den Sinn. Die meisten Kinder werden in Deutschland im Krankenhaus geboren – geplant oder als Notfall, falls es bei der Geburt Komplikationen gibt. Eine gute medizinische Versorgung ist hier garantiert. Sind Mutter und Kind gesund, habt ihr die Wahl, ob ihr einige Tage im Krankenhaus bleiben möchtet oder lieber einige Stunden nach der Geburt nach Hause fahrt.

Die meisten Krankenhäuser bieten regelmäßig Kreißsaalführungen an, damit ihr ein Gespür für das Krankenhaus bekommen könnt. Schaut euch ruhig ein, zwei Kliniken in euer Nähe an und fragt euren Frauenarzt oder eure Hebamme, ob sie eins empfehlen können.

Trautes Heim, Glück allein

Vielleicht möchtet ihr aber lieber in den eigenen vier Wänden gebären? Wenn sich der errechnete Tag der Geburt nähert, verbringt ihr wahrscheinlich sowieso die meiste Zeit Zuhause – so spart ihr euch die stressige Anfahrt ins Krankenhaus.

Eure Krankenkasse übernimmt die Kosten der Geburt, wenn ihr Zuhause entbindet; eure Hebamme müsst ihr aber unter Umständen selbst bezahlen. Erkundigt euch rechtzeitig bei eurer Krankenkasse, damit ihr nicht überrascht werdet.

Auch wenn ihr Zuhause entbinden wollt, solltet ihr den Weg und die Kontaktdaten des nächstgelegenen Krankenhauses parat und eine Krankenhaustasche griffbereit gepackt haben. So seid ihr bestens vorbereitet, wenn ihr unvorhergesehen doch in eine Klinik fahren müsst.

Das Zimmer, in dem ihr euer Baby zur Welt bringen wollt, solltet ihr rechtzeitig präparieren – nicht selten muss zum Beispiel die Couch oder der Teppich nach der Geburt entsorgt werden. Eure Hebamme wird euch bei den Vorbereitungen tatkräftig unterstützen.

Kompromiss Geburtshaus

Für viele werdende Eltern ist das Geburtshaus ein Kompromiss aus Vertrautheit und medizinischer Versorgung. Hier werdet ihr persönlich von eurer Hebamme betreut und könnt euch ganz auf euch und die Geburt eures Babys konzentrieren.

Kommt eine solche Entbindung für euch in Betracht, berät euch euer nächstgelegenes Geburtshaus gerne. Vorab könnt ihr aber auch schon einmal in den Artikel hinein lesen.

Sollte es bei der Geburt Komplikationen geben und Mutter oder Kind sind in Gefahr, werdet ihr auf dem schnellsten Weg ins Krankenhaus gebracht, denn im Geburtshaus arbeitet nur Hebammen.

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