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Die Vorsorgeuntersuchungen – wichtig von Anfang an

Kind bei Arzt
© Oksana-Kuzmina / Fotolia

Sobald die Mutter und das Neugeborene aus der Klinik entlassen werden, erhält die Mutter das „Gelbe Heft“. In dieses Untersuchungsheft werden alle Untersuchungsergebnisse eingetragen; aus diesem Grund müsst ihr es aufbewahren und dem Arzt/der Ärztin bei jeder Vorsorgeuntersuchung vorlegen.

Dazu erhaltet ihr auch noch ein grünes Heft, das zusätzliche Vorsorgeuntersuchungen enthält. Diese sind nicht im Gelben Heft aufgeführt, aber sie werden als sinnvoll angesehen.

Die neuen Richtlinien

Die Beratung über Impfen, Übergwichtsprävention sowie UV-Schutz sind durch die neuen Richtlinien stärker in den Vordergrund gerückt. Dazu ist im Gelben Heft eine entnehmbare Karte enthalten, die es den Eltern leichter macht, zu zeigen, dass das Kind alle empfohlenen Vorsorgeuntersuchen erhalten hat –  und dafür müsst ihr nicht einmal die Befunde bekannt geben. Diese Karte könnt ihr zum Beispiel in Kindertagesstätten oder Schulen vorzeigen, aber auch für das Gesundheits- und Jugendamt eignen sie sich.

Ebenso haben die psychische Gesundheit sowie die emotionale und soziale Entwicklung an Bedeutung gewonnen, sodass der Fokus nicht mehr nur auf den körperlichen Untersuchungen liegt. Ziel ist es, zum Beispiel psychische Probleme frühzeitig zu erkennen und behandeln zu können, aber auch Missbrauch im Vorfeld zu verhindern oder zumindest in den Anfangsstadien unterbinden zu können.

U1 – sofort nach der Entbindung

Bringt ihr euer Kind im Kreissaal zur Welt, findet dort sofort die erste Vorsorgeuntersuchung statt. Hierbei wird geklärt, in welchem gesundheitlichen Zustand sich euer Kind befindet und ob es die Geburt gut überstanden hat. Sein Herz und seine Lunge werden abgehorcht, seine Haut auf die Durchblutung geprüft und seine Muskelspannung sowie die angeborenen Reflexe getestet.

Ein weiterer Punkt der U1 ist der APGAR-Test, der nach 5 und dann nach 10 Minuten wiederholt wird. Innerhalb des APGAR-Tests wird Blut aus der Nabelschnur entnommen und auf den Sauerstoffgehalt hin analysiert. Ebenfalls wird das Fruchtwasser, welches verschluckt wurde, abgesaugt und die Nase sowie die Speiseröhre auf Blockaden untersucht. Alle Ergebnisse werden in Punkten angegeben und ausgewertet.

Euer Säugling erhält im Rahmen der ersten Vorsorgeuntersuchung Vitamin K Tropfen, denn ein Vitamin K Mangel kann eine Blutgerinnungsstörung verursachen. Die Hebamme misst auch seine Körperlänge sowie seinen Kopfumfang.

U2 – 3. bis 10. Lebenstag

Die U2 findet meistens in der Entbindungsklinik statt, bevor ihr diese mit eurem Kind verlasst. Sie wird auch Neugeborenen-Basisuntersuchung genannt und ist besonders gründlich. Euer Kind erhält erneut Vitamin K Tropfen und wird körperlich eingehend untersucht. Seine Reflexe und sein Nervensystem werden sorgfältig getestet und ihm wird aus der Handrückenvene oder der Ferse Blut entnommen.

Die Blutabnahme, die bis zum 3. Lebenstag stattfindet, ist nötig, um es auf Stoffwechselerkrankungen und Hormonstörungen zu untersuchen. So wisst ihr frühzeitig, ob euer Baby zum Beispiel eine Schilddrüsenunterfunktion hat. Wenn ihr möchtet, könnt ihr es auch kostenlos auf Mukoviszidose testen lassen. Für diesen dreistufigen Test sind keine weiteren Blutentnahmen nötig und ihr bestätigt mit eurer Unterschrift, dass ihr euer Kind an diesem Screening teilnehmen lassen möchtet.

U3 – 1 Monat bzw. 4. bis 5. Lebenswoche

Die erste Untersuchung, die der Kinderarzt/unsere Kinderärztin durchführt, ist die U3. Euer Säugling wird dahingehend untersucht, ob er sich in der Zeit seit der U2 altersentsprechend entwickelt hat. Dazu gehören die Überprüfung seiner Körperfunktionen, des Hörvermögens und die angeborenen Reflexe. Aber auch das Hüftgelenk wird non-invasiv mit Ultraschall auf Fehlbildungen und Entwicklungsstörungen untersucht.

Dazu erkundigt sich euer Arzt/eure Ärztin normalerweise über das allgemeine Verhalten eures Nachwuchses. Hierbei wird geklärt, ob es Auffälligkeiten beim Trinken und der Verdauung gibt und wie es schläft. Es ist wichtig, dass ihr alles mitteilt, was euch aufgefallen ist, denn dies erleichtert die Beurteilung des Gesundheitszustandes eures Kindes.

U4 – 3 Monate bzw. 3. bis 4. Lebensmonat

Neben der körperlichen Untersuchung werden besonders das Hör- und das Sehvermögen eures Säuglings getestet. Dazu wird kontrolliert, ob die Fontanelle (Knochenlücke) am Köpfchen offen ist, denn dies ist nötig, damit der Schädel problemlos wachsen kann.

Dazu werden die Beweglichkeit und das Reaktionsvermögen des Babys getestet. Fragen, die geklärt werden, sind zum Beispiel, ob es seinen Kopf selbst halten kann, wenn es an beiden Händen hochgezogen wird und ob es Personen nachschaut bzw. Objekten mit den Augen folgt. Kontrolliertes Greifen erfolgt normalerweise später, aber aktiver Hand zu Mund und Hand zu Hand Kontakt sollten vorhanden sein, genauso wie die Fähigkeit sich mit Brabbeln „zu unterhalten“.

U5 – 6 Monate bzw. 6. bis 7. Lebensmonat

Während der U5 werden vor allem die Beweglichkeit und die Körperbeherrschung eures Nachwuchses überprüft. Kann er sich auf dem Bauch liegend mit den Armen abstützen und sich hochziehen, wenn man ihn an zwei Fingern festhält? Mittlerweile sollte euer Säugling auch sein Köpfchen gut selbst halten können und gezielt nach Gegenständen greifen.

Ebenfalls werden erneut Hör- und Sehvermögen getestet. Außerdem wird mithilfe eines Augenspiegels überprüft, ob euer Kind schielt.

U6 – 1 Jahr bzw. 10. bis 12. Lebensmonat

Wie zuvor liegt neben der allgemeinen Körperfunktion der Schwerpunkt auf Beweglichkeit und Körperbeherrschung eures Kindes. Kann es mit geraden Rücken und gestreckten Beinen aufrecht sitzen? Vielleicht kann es sogar schon stehen, wenn es sich irgendwo festhält. Viele Kinder sind jetzt in der Lage, sich selbst in den Stand hochzuziehen.

Dazu werdet ihr über die sprachliche Entwicklung und das allgemeinen Verhalten befragt und an die erforderlichen Auffrischungsimpfungen erinnert.

U7 – 2 Jahre bzw. 21. bis 24. Lebensmonat

Die U7, die auch Zweijahres-Untersuchung genannt wird, konzentriert sich vor allem auf die geistige Entwicklung eures Kindes. Kann es zehn Wörter sagen und einfache Aufforderungen verstehen? Ebenfalls sollte es bekannte Gegenstände benennen können.

Die Milchzähne werden ebenfalls kontrolliert und sollten Impfungen versäumt worden sein, werden diese mit eurer Zustimmung nachgeholt.

U7a – 3 Jahre bzw. 34. bis 36. Lebensmonat

Zwischen der U7 und der U8, die im Alter von 4 Jahren stattfindet, herrscht eine größere Lücke. Wenn ihr möchtet, könnt ihr diese Lücke schließen und die U7a in Anspruch nehmen. Stimmt ihr dieser Vorsorgeuntersuchung zu, könnt ihr dazu beitragen, dass zum Beispiel Sprachentwicklungsstörungen, Anomalien der Zähne, des Mundes und des Kiefers und Sehstörungen früher erkannt und somit rechtzeitig behandelt werden können.

Die U7a zeigt aber auch allergische Erkrankungen und Übergewicht auf und hilft euch, Sozialisationsstörungen zu erkennen und unterstützend einzugreifen.

U8 – 4 Jahre bzw. 46. bis 48. Lebensmonat

Wie ihr es bereits kennt, wird euer Kind wieder von oben bis unten untersucht. Es wird überprüft, wie alle Organe funktionieren, wie es Hören und Sehen kann. Dazu wird sein Blutdruck gemessen und sein Urin analysiert. Besonderes Augenmerk wird auf die Sprachentwicklung und die Körperbeherrschung gelegt, aber auch die geistige Reife eures Nachwuchses wird kontrolliert und ihr gebt Auskunft über das Sozialverhalten. 

Wenn euer Kind Entwicklungsverzögerungen aufweisen sollte, werdet ihr über therapeutische Fördermaßnahmen aufgeklärt.

U9 – 5 ¼ Jahre bzw. 60. bis 64. Lebensmonat

Die frühe Kindheit ist wie im Nu verflogen und die Einschulung steht bald an. Neben der Kontrolle der Organfunktionen, der grob- und feinmotorischen Entwicklung sowie Körperhaltung und Fußstellung wird die Schulreife eures Kindes beurteilt. Dazu gehören auch seine geistige, seelische und soziale Entwicklung, sowie Sprachstörungen und die Intelligenz. Gibt es hier möglicherweise Handlungsbedarf, werdet ihr über die therapeutischen Fördermaßnahmen aufgeklärt und auch an Auffrischungsimpfungen vor der Einschulung erinnert, sollten diese noch nicht erfolgt sein.

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