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Familienbett

Familie liegt zusammen im Bett, nur ihre Füße sind zu sehen
© Simon Matzinger auf Pixabay

Es gibt viele heiß umstrittene Themen, wenn es um Familie, Kinder und Erziehung gibt. Ein Thema, dass immer wieder entflammt wird, ist das Familienbett.

Die Schlafsituation

Gerade mit einem Säugling gibt es verschiedenste Schlafsituationen, zwischen denen ihr euch entscheiden und sie mitunter ausprobieren müsst, um die richtige für euch zu finden. Ganz grob kann man dies unterscheiden in zusammen schlafen und getrennt schlafen.

Entscheidet ihr euch für getrenntes Schlafen, hat jeder sein eigenes Zimmer samt Bett. Wenn euer Baby in der Nacht schreit, hört ihr es entweder durch die Wohnung oder das Babyphone macht euch darauf aufmerksam.

Besonders in der Anfangszeit schlafen die meisten Eltern aber zusammen mit ihrem Nachwuchs in einem Raum – dem elterlichen Schlafzimmer. Und spätestens hier scheiden sich die Gemüter. Bekommt das Baby sein eigenes Babybett? Und wenn ja, direkt neben dem Elternbett oder doch eher am Fußende? Oder sollte es nicht doch besser gleich zusammen mit Mama und/oder Papa im Bett schlafen?

Wie ihr euch entscheidet, ist natürlich euch überlassen – auch wenn ihr euch je nach Bekanntenkreis verteidigen müsst.

Pro Familienbett

Die Verfechter des Familienbettes sehen die vielen Vorteile:

  • Der Säugling kann nachts schnell und einfach gestillt werden
  • Die Mutter kann sich dem Schlafrhythmus des Babys besser anpassen, da sie die verschiedenen Schlafphasen live miterlebt
  • Das Baby kann besser einschlafen, da die elterliche Nähe Sicherheit und Geborgenheit verspricht
  • Mehr Schlaf für alle Beteiligten, da die Wege zum Baby und wieder zurück ins Bett wegfallen
  • Die Bindung zwischen Eltern und Kind wird durch die körperliche Nähe verstärkt

Anti Familienbett

Daneben gibt es dann aber auch die Seite, die auf die Risiken hinweist oder die Beziehung der Eltern gefährdet sieht – intime Nähe mit Baby im Bett passiert wohl eher nicht.

Besonders die erhöhte Wahrscheinlichkeit des plötzlichen Kindstodes ist für Familienbettgegner ein ernst zunehmendes Risiko. Neben diesem noch immer nicht geklärten und deswegen so beängstigenden Phänomen bestehen für die Sicherheit des Babys aber noch weitere Gefahren.

  • Ein Elternteil kann sich ungewollt während des Schlafens auf den Säugling rollen und ihn dabei verletzen
  • Matratzen, Kissen und Decken können die Luftzufuhr des Babys gefährden und es ersticken
  • Kopfteil oder Lattenrost können zu Fallen werden, die ebenfalls im schlimmsten Fall zum Ersticken führen können

Sicher im Familienbett schlafen

Wenn ihr das Schlafen im Familienbett bevorzugt oder es ausprobieren wollt, könnt ihr es mit den folgenden Tipps so sicher wie möglich gestalten:

  • Teilt euch das Bett erst, wenn euer Baby älter als 4 Monate ist – bis es soweit ist, könnt ihr ein Babybettchen an euer Bett stellen
  • Platziert euren Schatz immer auf dem Rücken
  • Legt ihn niemals alleine in ein Erwachsenenbett
  • Kauft euch ein Bett mit durchgehendem Kopfteil ohne Löcher oder entfernt das Kopfteil von eurem Bett
  • Sorgt dafür, dass euer Lattenrost nicht größer als die Matratze ist. Eine kleine Lücken zwischen Matratze und Bettrahmen kann tödlich werden
  • Schlaft ohne Kissen und Decken
  • Nehmt keine Drogen wie Alkohol oder Medikamente, die euch vom Aufwachen abhalten könnten
  • Schlaft nicht mit eurem Baby auf euer Brust liegend ein
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