Kinderkompass > Familienleben > Haustiere tun Kindern gut

Haustiere tun Kindern gut

Kinder mit Haustieren
© iStock.com/skynesher

Nicht nur für uns als Eltern ist ein Haustier eine tolle Sache. Gerade Kinder profitieren sehr von einem tierischen Familienmitglied.

Der beste Freund

Obwohl der Hund gemeinhin als bester Freund des Menschen gilt, können die meisten Haustierarten zu tollen Freunden für unsere Kinder werden. Nicht nur dass man Hund, Katze und Co. streicheln und mit ihnen spielen kann, man kann ihnen alles erzählen: Vom Streit mit den besten (menschlichen) Freunden, dem schlimmen Alptraum letzte Nacht oder wie sehr man die Großeltern vermisst. Wo wir uns als Eltern oft verständlicherweise dazu berufen fühlen, unseren Kindern mit Rat und Tat beiseite zu stehen, hört das Haustier geduldig zu und man muss sich nicht schämen – egal, was einen beschäftigt.

Der Gesundmacher

Haustiere üben auf uns Menschen eine beruhigende Wirkung aus – nicht umsonst werden so viele Therapien mit Tieren angeboten. Schon das bloße Schnurren der Katze oder der schnarchende Hund in seinem Körbchen senken bereits unseren Stresspegel. Gerade bei Babys und kleinen Kindern wird das Immunsystem durch den tierischen Freund gestärkt und sie werden weniger anfällig für Allergien und Krankheiten. Durch das Toben, Streicheln und gegebenfalls Spazieren gehen sind unsere Kinder körperlich aktiv und erleben viele glückliche Momente. Unser Haustier bringt unseren Kindern bedingungslose Liebe entgegen und vertraut in ihre Fähigkeiten – das stärkt auch das Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen enorm und sie können lernen, sich mehr zu zutrauen.

Der Lehrer

Aber Haustiere helfen unseren Kindern nicht nur gesünder zu werden – sie können auch viel von ihrem tierischen Begleiter lernen. Sie lernen, Verantwortung zu übernehmen, werden ordentlicher und zuverlässiger. 

Auch die emotionale Intelligenz wird durch ein Haustier gefordert und gefördert. Wo wir Menschen uns oft scheuen, deutlich zu machen, dass wir uns mit einer Situation unwohl fühlen oder das Verhalten unseres Gegenübers zu aufdringlich finden, zeigen unsere Haustiere uns dies und unsere Kinder werden lernen, darauf einzugehen und eine höhere Frustrationstoleranz entwickeln. Sie können aber auch lernen, selbst zu zeigen, wenn sie jemanden zu aufdringlich finden.

Die Verpflichtung

So schön das Zusammenleben mit Haustieren auch ist, so sehr kann es auch als nervend empfunden werden. Hunde und Katzen müssen erzogen werden, alle tierischen Freunde umsorgt und ihr Lebensraum gesäubert werden. Gerade unsere Kleinsten können diese Aufgaben nicht (selbstständig) übernehmen, sodass es an uns Eltern hängen bleibt. 

Fahren wir in den Urlaub oder auch nur übers Wochenende zu den Großeltern, muss die Versorgung unserer tierischen Familienmitglieder gewährleistet sein, sollten wir sie nicht mitnehmen können. Zieht unser Nachwuchs aus, gibt es selten die Möglichkeit, dass das Haustier mitgenommen werden kann – oftmals besteht auch gar nicht der Wunsch. Diese Lustlosigkeit kann sich aber auch schon nach den ersten paar Wochen des Glücks und der Aufregung über den Vierbeiner breitmachen.

Je nachdem, für welchen tierischen Begleiter wir uns entscheiden, kommen unterschiedliche Kosten und Verpflichtungen auf uns zu. Mehr über die einzelnen Haustierarten und welche gut in Ihre Familie passen, erfahren Sie in unserer großen Haustierserie.

Der Kompromiss

Zum Glück können wir unseren Kindern – und uns selbst – trotzdem die Freude an einem Haustier ermöglichen, ohne durch das neue Familienmitglied in unserem gewohnten Alltag eingeschränkt zu werden. Die Tierheime freuen sich, wenn ehrenamtliche Gassigänger mit den Hunden spazieren gehen und auch die Katzen möchten mehr Aufmerksamkeit, was im Tierheimbetrieb aber leider selten möglich ist. Und wenn unsere Kinder dann wissen, welche Aufgaben mit dem gewünschten Haustier auf sie zukommen, was spricht dann dagegen, das bekannte und geliebte Tier aus dem Tierheim zu adoptieren?

gastautor banner
Ferienabenteuer