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Jetzt kann es kommen: Die optimale Vorbereitung auf das Baby

Baby ist glücklich, da seine Ankunft optimal vorbereitet wurde
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Eure Vorfreude und Spannung steigen, wenn ihr Zuwachs in den eigenen vier Wänden erwartet. Ein Baby wird bald das Licht der Welt erblicken und eure Welt für immer verändern. Wenn der kleine Mensch erst einmal da ist, bleibt kaum noch Zeit für Zweisamkeit, Entspannung und Haushalt. Denn auch wenn es niemand wahrhaben will: Es wird laut, es wird stressig und es wird anstrengend!

Eine gute Vorbereitung kann euch helfen, den Überblick und die notwendigen Nerven zu behalten. Besonders ein Zeitplan kann euch unterstützen, während euer Leben mehrfach täglich auf den Kopf gestellt wird. Zwischen unkontrollierbarem Babygeschrei, dauerhaftem Windelwechseln und permanentem Schlafentzug kann dieser nämlich schnell mal verloren gehen. Auch To-Do-Listen können frischgebackene Eltern entlasten und wichtige Erledigungen gehen so nicht unter im Strudel elterlicher Glücksgefühle.

Rund um die Erstausstattung

Für die meisten Eltern gehört es zu den ersten und wesentlichen Vorbereitungen, ihrem Neugeborenen ein perfektes Zuhause einzurichten. Vielleicht ist euch die Frage, ob die Wände rosa oder blau gestrichen werden sollen, besonders wichtig; aber für euren Sonnenstein ist es wichtiger, dass die notwendige Einrichtung vor der Geburt komplett ist.

Zu einer vollständigen Erstausstattung gehören: Ein Kinderbett, eine stabile Wickelkommode, ausreichend Strampler und Kleidungsstücke zum Wechseln, ein ordentlicher Vorrat an Windeln, ein paar Fläschchen für die täglichen Trinkrationen und pflegende Baby-Kosmetik für die noch sehr empfindliche Baby-Haut. Wenn ihr eher pragmatisch eingestellt seid, werdet ihr wahrscheinlich auf Berge von Kuscheltieren und haufenweise Kleinspielzeug oder Baby-Dekoration verzichten. Davon wird es in Form von gut gemeinten Schenkungen durch Verwandte und Freunde noch genug geben. Wird es!

Kinderwagen, Autositz und Babyphone sind absolut unverzichtbare Anschaffungen und gehören zur Erstausstattung unbedingt dazu. Den Kinderautositz werdet ihr wahrscheinlich schon kurz nach der Geburt – bei der Heimfahrt vom Krankenhaus – benötigen. Der Kinderwagen sollte auf jeden Fall transportabel und bequem sein, denn er wird fortan euer täglicher Weggefährte auf sämtlichen Auswärtsunternehmungen wie Einkauf, Spaziergang oder Behördenbesuchen sein. Deswegen solltet ihr darauf achten, dass er leicht und nicht zu sperrig ist. Es gibt viele praktische und trotzdem schöne Modelle, sodass für jeden Geschmack etwas dabei sein sollte.

Torschlusspanik und Vorbeugung durch Vorbereitung

Je näher der Geburtstermin heranrückt, desto größer wird eure werden. Dies kann schnell zu Gereiztheit und unnötiger Panik führen – aus diesem Grund solltet ihr jetzt Ruhephasen ausgiebig nutzen und auch einmal ein Auge zudrücken, wenn euer Partner etwas zickig ist. Ein bisschen Zeit für euch selbst und zu zweit ist jetzt wichtiger als je zuvor und wird viele Gemüter beruhigen können.

Am besten macht ihr euch immer wieder bewusst, dass euer Baby in euren Alltag integriert werden muss und nicht andersrum. Um das gut umsetzen zu können, helfen euch eine gelassene und offene Einstellung zum Leben. Wenn ihr euch mit Sport einen Ausgleich verschafft, könnt ihr Energie tanken und gleichzeitig Kräfte sammeln für die späteren elterlichen Prüfungen. Alles, was Körper und Geist gut tut, ist erlaubt – Schwimmen, entspannende Spaziergänge, Yoga für Schwangere oder einfach nur Entspannen auf der Couch.

Die beste Vorbereitung ist immer noch die, eine Schwangerschaft in den letzten Wochen in vollen Zügen und so gut wie möglich zu genießen. Die Vorfreude auf das neue Leben, das bald ins Haus schneien wird, darf und soll reichlich ausgekostet werden. Es ist ein bisschen wie Weihnachten. Jeder Tag, in dem euer kleines Wunder im Mutterleib heranwächst, ist kostbar und einzigartig. Diese Momente sind unwiederbringlich und müssen unbedingt aufgesogen und intensiv erlebt werden.

Es ist gut und wichtig, wenn liebe Verwandte und erfahrene Bekannte wertvolle Ratschläge geben und Ratgeber, Experten-Empfehlungen sowie Profi-Tipps gibt es reichlich für werdende Eltern. Diese dürft ihr auch gerne annehmen – wenn ihr wollt. Was zählt, ist letztlich euer gutes altes Bauchgefühl und die eigenen Instinkte, auf die ihr durchaus vertrauen könnt. Ihr müsst als Eltern nicht perfekt sein; viel wichtiger ist die liebevolle Geborgenheit, die ihr eurem Baby bei Tag und Nacht schenkt.

Die absoluten To-Dos für euer Baby

Der Name

Klar, ein Name für die kleine Persönlichkeit muss her. Die Namensfindung ist etwas, woran alle Eltern Freude haben. Vielleicht werdet ihr euch nicht sofort einig oder ihr seid bis kurz vor der Geburt noch unschlüssig, welchen Namen euer Schatz tragen soll. Sollte das der Fall sein, könnt ihr eine Liste mit potentiellen Namen erstellen und spontan den richtigen wählen, wenn ihr eurem Baby das erste Mal ins Gesichtchen schaut. Es ist auch nicht ungewöhnlich, dass ihr euch fest für einen Namen entschieden habt und dann um entscheidet, wenn ihr es das erste Mal in den Armen haltet.

Behördengänge

Zu den unschöneren aber wichtigsten Dingen der Vorbereitung gehört sicherlich die Klärung der finanziellen Versorgung und Ansprüche. Keiner schlägt sich gern mit lästigem Behördenkram rum – am aller wenigsten frisch gebackene Eltern. Deswegen solltet ihr alle notwendigen Anträge für Elterngeld, Kindergeld und Mutterschaftsgeld schon fertig ausgefüllt parat liegen haben, um sie ohne größeren Zeitaufwand nach der Geburt einfach losschicken zu können. So entstehen euch keine finanziellen Engpässe und ihr habt genügend Freiraum für euch und euren kleinen Winzling. Schließlich gibt es anfangs nichts Besseres, als die ersten Tage und Wochen im gemütlichen Zuhause mit dem Nachwuchs ausgiebig erleben und genießen zu können, ohne sich Gedanken um die Familienkasse und Sorgen um unvollständige Anträge machen zu müssen.

Elternzeit

Auch die Frage nach der Dauer der Elternzeit solltet ihr Vorab mit eurem Arbeitgeber geklärt haben. So schön das Elterndasein auch ist, die Welt bleibt nicht stehen und irgendwann kommt wahrscheinlich der Tag, an dem auch Mamas und Papas wieder in den Beruf zurückkehren wollen. Auch deswegen solltet ihr schon früh an Betreuungsmöglichkeiten gedacht haben. Wenn ihr keine Unterstützungsmöglichkeiten durch Großeltern oder Freunde habt, solltet ihr euch zeitig genug einen Krippenplatz kümmern.

Sorgerecht

Wenn ihr unverheiratet seid, solltet ihr euch auch um das Sorgerecht kümmern, denn dies muss zusammen mit der Vaterschaftsanerkennung beim zuständigen Jugendamt festgelegt werden. Seid ihr dagegen verheiratet, wird das Sorgerecht automatisch geteilt. So oder so müsst ihr klären, bei wem von euch euer Schatz zukünftig versichert werden soll.

Kliniktasche

Und was ist, wenn es endlich soweit ist? Werdende Eltern schauen sich in der Regel in Frage kommende Kliniken frühzeitig an und entscheiden sich dann für eine oder wählen eine andere Form der Geburt. Ihr solltet aber sicherheitshalber auch ein Klinikum für den Notfall festlegen, falls euer Baby alle eure Vorbereitungen über den Haufen wird und von jetzt auf gleich zur Welt kommen möchte. Eine fertig gepackte Tasche und die Nummer eurer Hebamme solltet ihr deswegen immer griffbereit liegen haben, sonst werft ihr nachher hektisch alles Mögliche in die erstbeste Tasche und vergesst das, was euch am wichtigsten ist.

Drei Teddybären sitzen im Wald mit einem Buch
© Mabel Amber, still incognito... auf Pixabay

Baby-Geschenke

Sicherlich werdet ihr nach der Geburt mit Geschenken für euer Baby überhäuft werden. Für alle Beteiligten ist es am einfachsten, wenn ihr eine Liste mit euren Wünschen schreibt, damit ihr auch nur das erhaltet, was ihr gebrauchen könnt – und das müssen nicht nur materielle Geschenke sein. Bittet ruhig um etwas Ruhe, wenn eure Besucher zu euphorisch werden oder um Hilfe im Haushalt, wenn ihr wieder zu Hause seid.

Da war doch noch was?

Natürlich ist euer Baby der Mittelpunkt eures Universums – habt ihr bereits Kinder, kann das oft zu Eifersucht führen. Ein während der Vorbereitungen auf die Geburt aufgestellter Zeitplan, in dem feste one-on-one Zeiten für das ältere Geschwisterkind notiert sind, können vorbeugend helfen, damit es gar nicht erst dazu kommt; aber auch eventuell vorhandene Haustiere sollten stets versorgt werden. Es ist nicht ungewöhnlich, wenn ihr dies sonst vor lauter Glücksgefühlen und Schlafentzug vergesst.

Gerade die Frauen unter euch können schnell in die Falle geraten, dass sie nur noch als Mutter funktionieren und sich selbst völlig vernachlässigen, damit es ihrer Familie gut geht. Plant also auch ruhige feste Zeiten ein, in denen ihr ein, zwei Stündchen für euch habt und sich jemand anderes um die Kinder kümmert.

Alles wird gut

Egal, wie gut eure Vorbereitung auf den Familienzuwachs ist, nicht alles im Leben ist planbar und manche Dinge müsst ihr einfach auf euch zukommen lassen. Gegen Babygeschrei helfen dann auch keine To-Do-Listen mehr oder eine voll ausgestattete babygerechte Einrichtung. Hier müsst ihr dann einfach Geduld haben – und euch Hilfe holen, wenn ihr für den Moment überfordert seid oder euch Sorgen macht, dass etwas Ernsteres hinter dem endlosen Geschrei eures Lieblings stecken könnte.

Und in einigen Jahren könnt ihr dann mit einem Schmunzeln an diese Zeit zurück denken und auch ein wenig über euch und euren chaotischen Start ins Elterndasein lachen – denn so ist das Leben mit einem Baby: Laut, schrill, chaotisch, aber immer wunderbar und unbeschreiblich aufregend.

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