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Snacktime

Snacktime mit Blaubeeren im Garten
© Jill Wellington auf Pixabay

Kleine Kinder sind oft so damit beschäftigt, Abenteuer zu erleben, dass sie keine Zeit haben, lange am Tisch zu sitzen und zu essen. Für ihr Wachstum brauchen sie aber viel Energie, die ihr ihnen zum Beispiel mit verschiedenen Snacks zukommen lassen könnt.

Wie viele Snacks sind gesund?

Die meisten Kleinkinder brauchen drei Hauptmahlzeiten und dazu zwei bis drei Snacks pro Tag. Wenn sie zwischen den Mahlzeiten anfangen, quengelig zu werden, obwohl sie nicht müde sind, könnten sie hungrig sein – die Schiffsbesatzung kennt das nur zu gut von sich selbst. Nach ein paar Wochen habt ihr dann ein Gefühl dafür, wann ihr einen Snack anbieten könnt. Für den Anfang könnt ihr euch aber grob an vormittags, nachmittags und vielleicht noch nach dem Abendessen orientieren.

Sobald ihr dann wisst, wann euer Liebling einen Snack braucht, könnt ihr eine Routine aufbauen, die ihm helfen kann, nur bei Hunger zu essen. So lernt er, wie es sich anfühlt, wenn er satt und sein Magen voll ist und wann es wieder an der Zeit ist, etwas zu essen. Hat er dagegen den ganzen Tag Zugang zu Nahrung, könnte er auch mehr oder weniger den ganzen Tag über essen, obwohl er gar keinen Hunger hat und entwickelt so kein gesundes Essverhalten.

Während früher der gesamte Teller leer gegessen werden musste, ist mittlerweile bekannt, dass dies nicht förderlich für eine gesunde Entwicklung ist. Besser euer Kind hört auf, wenn es satt ist, anstatt sich den Magen über die Maße vollzustopfen und isst dann stattdessen eine Kleinigkeit, wenn es nach ein paar Stunden wieder Hunger hat. Um Verschwendung zu vermeiden, könnt ihr auf kleinere Portionen zurückgreifen oder die Reste hygienisch für die nächste Mahlzeit aufheben.

Lecker und gesund

Gerade am Anfang seines Lebens habt ihr einen großen Einfluss auf das Essverhalten eures Kindes. Noch kann es nicht selbst zum Supermarkt oder Kiosk laufen und sich zum Beispiel Kartoffelchips gegen den kleinen Hunger kaufen. Stattdessen isst es, was ihr ihm vorsetzt – und das könnt ihr euch zu Nutzen machen. Sollte es doch einmal Schwierigkeiten geben und euer Sonnenschein akzeptiert ein neues Lebensmittel nicht, könnt ihr euch hier Tipps holen.

Wenn ihr die Möglichkeit habt, könnt ihr euch einen Vorrat an frischen Nahrungsmitteln zulegen, die reich an wichtigen Nährstoffen wie Vitaminen und Proteinen sind und so die verarbeiteten Snacks weitestgehend vermeiden, da diese oft stark mit Zucker, Fett und Salz versehen sind. Wenn euer Kind eine Kindertagesstätte besucht, könnt ihr dort nachfragen, welche Zwischenmahlzeiten serviert werden und um eine Veränderung bitten, wenn euch die Optionen nicht zusagen. Sollte dies nicht positiv aufgenommen werden, könntet ihr euer Kind mit seinen eigenen Snacks in die Kita schicken – wenn die Leitung dies erlaubt.

Kleinkinder genießen es sehr, selbstständig essen zu können, da sie so ihre eigene Unabhängigkeit ausleben können. Aus diesem Grund bieten sich einfache fingerfreundliche Snacks an, die ihr am besten schon in angemessene Bissgrößen zerlegt habt – dann ist die Verschluckungsgefahr geringer. Neben der Größe der einzelnen Bestandteile ist auch die Portionsgröße wichtig. Eine halbe Banane zusammen mit einer kleinen Tasse Milch beispielsweise kann schon einen sehr sattmachenden Snack darstellen. Wenn euer Kind ein wählerischer Esser ist, helfen kleine Portionen ebenfalls dabei, dass es sich nicht überfordert fühlt und schon aus Prinzip nichts essen möchte.

Wenn euch Ideen fehlen, was ihr anbieten könnt, sind zum Beispiel zuckerreduzierte Vollkornmüslis, frisches Obst, Vollkornkekse oder selbstgemachte Gemüsemuffins eine gute Wahl.

Lecker aber unnötig

Süßigkeiten haben keinen Nutzen – wenn man nur auf die Nährstoffe achtet. Deswegen solltet ihr sie nicht als Belohnung für erwünschtes Verhalten wie zum Beispiel das Gemüse-Aufessen anbieten. Mit einem Stück Kuchen zum Geburtstag, etwas Popcorn im Kino oder einen mit Schokolade gefüllten Osterhasen, macht ihr aber auch nichts falsch.

Ihr solltet nur darauf achten, dass euer Kind Süßigkeiten nicht als Hungerstiller ansieht oder sie sogar einfordert. Ein gesundes Maß an Süßigkeiten ist aber trotzdem sehr wichtig, denn wenn ihr eurem Kind alle Süßigkeiten verbietet, erhalten diese nur den Reiz des Verbotenen und es stopft sich bei jeder Gelegenheit, die sich ihm bietet, damit voll.

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