Kinderkompass > Entwicklung > Spucken nach dem Stillen

Spucken nach dem Stillen

Spuckendes Baby mit Papa
© Bild von Rajesh Balouria auf Pixabay

Es ist nicht ungewöhnlich, wenn euer Säugling nach dem Stillen spuckt. Wenn ihr euch Sorgen macht, dass er zu viel spuckt oder vielleicht sogar erbricht, findet ihr hier Ratschläge.

Spucken oder Erbrechen?

Viele Babys spucken manchmal nach dem Stillen – manche sogar jedes Mal. Grund dafür ist, dass ihr Verdauungstrakt noch nicht ganz ausgereift ist und deshalb manchmal Muttermilch oder Milchersatznahrung wieder hervorwürgt. Das sieht oft nach mehr aus, als es tatsächlich ist.

Solange euer Liebling wächst und gedeiht, ist aber alles in Ordnung. Wenn es dagegen so wirkt, als sei es ihm unangenehm oder er den Großteil der aufgenommenen Nahrung wuchtartig hervor würgt, solltet ihr euch an euren Arzt wenden. Wenn zum Beispiel Allergien, Unverträglichkeiten oder ein Problem des Verdauungstrakts vorliegen, wird das meist schnell diagnostiziert.

Vor dem Arztbesuch solltet ihr versuchen, so genau wie möglich mitzuschreiben, wie oft und wie viel Nahrung euer Baby ausspuckt. Notiert wenn möglich auch Uhrzeiten des Fütterns sowie Spuckens. Legt dabei auch am besten die Daten über das Körperwachstum und die Gewichtszunahme dazu, damit der Arzt sich schnell umfassend informieren und die Lage einschätzen kann.

Spucken verhindern

Wenn ihr wisst, dass euer Baby in einem normalen Ausmaß spuckt, gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie ihr es einfacher und angenehmer für euren Liebling machen könnt.

  • Lasst es ein Bäuerchen machen, sobald es mit einer Brust fertig ist bzw. alle 30 bis 60 ml, wenn ihr Milchersatznahrung nutzt. Manchmal hilft es auch, wenn ihr es öfter mit kleineren Portionen füttert.
  • Haltet es nach dem Füttern aufrecht. Ihr könnt ihm zum Beispiel eine kleine Geschichte vorlesen, während es auf eurem Schoß sitzt, denn viele Säuglinge spucken besonders häufig, wenn sie danach hingelegt werden.
  • Wenn ihr euren Schatz danach hinlegt, dann am besten so, dass sein Köpfchen etwas höher als gewöhnlich liegt. Dafür könnt ihr dünne Handtücher oder spezielle Blöcke unter die Matratze legen – niemals auf die Matratze. Ebenso solltet ihr darauf achten, dass die Matratze nicht in der Mitte geknickt und die Erhöhung nur so leicht ist, dass euer Baby nicht runter rutscht.
  • Spielen, schaukeln oder schnellere Bewegungen solltet ihr nach der Nahrungsaufnahme erst einmal vermeiden und es eher ruhiger angehen lassen.
  • Auch wenn es euer Baby bequem findet, solltet ihr es während des Fütterns nicht so auf dem Arm halten, dass seine Füßchen höher wie sein Kopf platziert sind.
  • Bei den Flaschenkindern ist es besonders wichtig, dass ihr darauf achtet, dass der Sauger der richtige für eurer Baby ist. Wenn zu viel Nahrung auf einmal oder die Milch zu schnell fließt, kann es sich schnell verschlucken oder trinkt mehr, als sein kleiner Magen auf einmal verarbeiten kann. Da ist Spucken fast schon vorprogrammiert.

Glücklicherweise geht aber auch diese Zeit vorbei. Die meisten Kinder spucken nicht mehr, sobald sie selbständig aufrecht sitzen können und bis es soweit ist, müsst ihr euch einfach immer wieder in Erinnerung rufen, dass es nichts Schlimmes für euer Baby bedeutet, wenn es spuckt.

gastautor banner
Ferienabenteuer