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Tagesmutter Pädagogik

Mädchen mit Tagesmutter
© Kevin Phillips auf Pixabay

Freinet, Offene Arbeit, Tagesmutter… die Auswahl pädagogischer Ansätze in Kindergärten und alternativer Betreuungsformen kann ganz schön verwirrend sein. Im zwölften Teil unseres kleinen Guides geht es um die Alternative Tagesmutter.

Bzw. Tagesvater, denn immer mehr Männer kümmern sich um die Kinderbetreuung – privat und professionell.

Tagesmutter kurz erklärt

Eine Tagesmutter kann an drei unterschiedlichen Orten arbeiten: in ihrem eigenen Zuhause, im Zuhause des Kindes oder in anderen geeigneten Räumen. Häufig schließen sich mehrere Tageseltern zusammen, um gemeinsam ein Gebäude anzumieten, in dem sie der Kinderbetreuung der ihnen anvertrauten Kinder nachkommen.

Tagesmutter kann nicht jeder werden, obwohl es keine spezielle Ausbildung gibt. Sie müssen aber eine pädagogische Qualifizierung und einen Erste Hilfe Kurs für Kinder und Babys nachweisen. Wie genau diese pädagogische Qualifizierung aussieht, ist dabei von Bundesland zu Bundesland verschieden.

 Förderung durch Tagesmütter

Genauso wie die verschiedenen Kindergärten können Tagesmütter den verschiedenen pädagogischen Ansätzen entsprechend erziehen und betreuen.

Das  Besondere an diesem Konzept ist, dass euer Kind eine intensivere und persönlichere Betreuung erfährt, da höchstens vier andere Kinder mitbetreut werden dürfen. So kann es eine stärkere Bindung zu seiner Bezugsperson und den anderen Kindern aufbauen und sich ein bisschen wie in einer Großfamilie fühlen.

Vor- und Nachteile

Warum könntet ihr euch für eine Tagesmutter entscheiden?

  • Euer Kind kann persönlicher betreut werden
  • Ihr habt die Möglichkeit, individuellere Absprachen zu treffen

Warum könntet ihr euch gegen eine Tagesmutter entscheiden?

  • Diese Betreuungsform ist meist teurer als ein Kindergartenbesuch
  • Meist gibt es keinen Ersatz, wenn die Betreuerin krank ist

Alternativ könntet ihr euch mit anderen Eltern der Nachbarschaft zusammenschließen und eine eigene Betreuungsform in Elterninitiative gründen. Wenn ihr einen geeigneten Schlafplatz habt, könnte auch ein Au-Pair Austausch eine gute Lösung für euch und euer Kind sein.

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