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Tipps für frischgebackene Eltern

Hände
©Photo by Liv Bruce on Unsplash

Die Schwangerschaft, die Wehen und die Geburt habt ihr erfolgreich hinter euch gebracht – das schlimmste ist also überstanden und das Wissen, das alle neuen Eltern haben, kommt über Nacht. Oder etwa nicht?

Hilfe nach der Geburt für neue Eltern

Euer ganzes Leben steht auf einmal Kopf und dann ist da noch dieser süße Wurm, der euch irgendwie verurteilend ansieht, während ihr mit seiner Windel kämpft. Kommt euch das bekannt vor? Keine Sorge, euer Baby ist einfach nur neugierig, wie ihr ausseht und was ihr so alles macht, mehr nicht.

Es kann aber trotzdem eine gute Idee sein, wenn ihr euch in der ersten Zeit nach der Geburt Hilfe sucht. Wenn ihr noch im Krankenhaus seid, habt ihr viele Ansprechpartner für neue Eltern, die ihr über das Füttern, Bäuerchen machen, Wickeln und auf dem Arm halten ausfragen könnt.

Zuhause angekommen können euch Familie oder Freunde unterstützen – vor allem wenn diese selbst bereits Kinder haben. Das hat oft auch viel Potential für Diskussionen, wenn eure Ansichten völlig auseinander gehen oder ein älteres Familienmitglied meint, alles an sich reißen zu dürfen. Wenn ihr das Gefühl habt, dass es soweit kommt, sprecht die Person darauf an; vielleicht beruht es ja nur auf einem Missverständnis. Löst sich das Problem aber nicht auf, dann könnt ihr die Hilfe auch dankend ablehnen.

Verliert auch die Kinderlosen in eurem Bekanntenkreis nicht aus den Augen. Vielleicht habt ihr das Gefühl, dass ihr unter einem Berg von schmutziger Wäsche begraben werden, aber ihr habt keine Zeit oder einfach keine Energie, euch auch noch darum zu kümmern.

Zerbrechlichkeit

Ein Säugling ist wahrlich das zerbrechlichste Wesen, das ihr jemals gesehen habt und eure Sorge, dass ihr ihm wehtun könntet, ist verständlich und für neue Eltern ganz normal.

Bevor ihr euch mit eurem Baby beschäftigt, wascht ihr euch am besten die Hände, da sein Immunsystem noch sehr schwach ist und es somit sehr anfällig für Infektionen ist. Wenn ihr es dann hochhebt, stützt ihr am besten sein Köpfchen. Aber auch wenn ihr es auf dem Arm habt oder wieder hinlegt, solltet ihr darauf achten, dass ihr ihm weiter Halt gebt.

Wenn euer Kind älter ist, wird es wahrscheinlich gerne wild mit euch herum toben. Spiele wie Hoppe, Hoppe, Reiter oder ein paar Zentimeter in die Luft und wieder sicher aufgefangen werden sind aber für einen Säugling noch zu wild. Stattdessen könnt ihr ihm eine Freude machen, wenn ihr es sanft im Arm wiegt oder Küsse auf seinen Bauch haucht.

Ein schlafendes Baby ist ein wunderschöner Anblick, den ihr nicht zerstören wollt – vor allem dann nicht, wenn ihr unter Schlafmangel leidet. Manchmal müsst ihr euren Schatz aber trotzdem wecken. Am besten macht ihr dies, indem ihr sanft seine Wange oder Stirn küsst oder ein Füßchen kitzelt.

Die richtige Pflege

Viele Babykurse bringen euch bei, wie ihr euch am besten um euren Säugling kümmert und auch eure Hebamme kann euch wertvolle Tipps geben. Falls es anfangs doch einmal nicht so richtig klappt, findet ihr hier eine Sammlung hilfreicher Artikel – zum Beispiel über das Füttern, Umstandsmode, Einschlafprobleme oder wie ihr eure Bindung vertiefen könnt.

Freut ihr euch schon auf das erste Bad? Bis es soweit ist, können einige Wochen vergehen, da vorher die Nabelschnur abgefallen und der Nabel vollständig verheilt sein sollte. Habt ihr euer Kind beschneiden lassen, muss auch dies vorher verheilt sein. Bis es so weit ist, könnt ihr es mit mehreren weichen Schwämmen oder Tüchern und etwas warmen Wasser säubern. Dann braucht ihr noch eine gerade Oberflache wie zum Beispiel den Wickeltisch und einen warmen Raum.

Zieht euer Baby aus, und wascht ihm ganz vorsichtig die Augen, dann kommen sein Gesicht und die Ohren dran. Wenn euer Baby schon Haare hat, könnt ihr ihm diese vorsichtig mit Babyshampoo reinigen und dann sein Köpfchen vorsichtig trocken tupfen.

Mit einem frischen Tuch säubert ihr dann sanft seinen Körper – achtet hier vor allem auf alle Hautfalten und seinen Intimbereich. Dann tupft ihr seine Haut wieder vorsichtig trocken und freut euch gemeinsam über das saubere und frische Gefühl.

Gemeinsamer Badespaß

Nach ein bis vier Wochen – je nachdem wie schnell sein Nabel abgeheilt ist – könnt ihr auf eine Badewanne umsteigen. Es gibt eine große Anzahl verschiedener Modelle, die ihr in eure Spüle oder Badewanne stellen könnt. Füllt diese ein paar Zentimeter mit warmen Wasser. Für viele neue Eltern scheint das viel zu wenig Wasser zu sein, aber für euer Baby ist diese Menge perfekt.

Dann legt ihr es mit seinen Füßchen voran in das warme Wasser, während ihr seinen Kopf stützt. Redet dabei beruhigend auf es ein, denn viele Säuglinge bekommen etwas Angst, weil sie nicht wissen, was passiert. Haltet das Bad so kurz wie möglich und brecht sofort ab, wenn euer Baby unruhig wird. Ihr könnt es dann die nächsten paar Tage wieder außerhalb der Wanne waschen und es dann nach ein bis zwei Wochen erneut versuchen.

Wenn euer Liebling aber Spaß an der Sache hat oder sie zumindest ruhig erträgt, könnt ihr ihn mit einem weichen Waschlappen sanft von Kopf bis Fuß säubern. Achtet darauf, dass ihr seine Augen schützt, wenn ihr ihm das Shampoo vorsichtig ausspült.

Während des Badens könnt ihr immer wieder vorsichtig etwas Wasser mit einer Hand über euer Baby gießen, damit ihm nicht kalt wird. Sobald ihr fertig seid – oder unfertig abbrechen musstet – hebt ihr es vorsichtig heraus und hüllt es sofort in ein Handtuch, das auch sein Köpfchen warm hält. Viele Babybadetücher haben dafür extra eine Kapuze.

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