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Warum Grenzen für Kinder wichtig sind

schmollendes Kleinkind
© Ryan Franco on Unsplash

Eltern wollen das Beste für ihr Kind und wünschen sich vor allem, dass es sich frei und sicher  zu einem glücklichen und selbstbewussten Mensch entwickelt. Die meisten Eltern wissen, dass dafür Grenzen wichtig sind. Doch im Erziehungsalltag sind viele Väter und Mütter verunsichert.

Aus der Erfahrung der Elternkurse „Starke Eltern – Starke Kinder®“, wissen wir wie schwierig es sein kann, Kindern Grenzen zu setzen. In den Kursen entwickeln Eltern klare Zielvorstellungen für die Erziehung ihrer Kinder und finde Wege, Erziehungsprobleme im Familienalltag zu bewältigen. Dabei ist wichtig, zunächst einmal ein Gespür dafür entwickeln, wann das Kind Grenzen braucht.

 Grenzen schützen Kinder

Sara und Peter Michalik schreiben im Forum „Eltern raten Eltern “ über Grenzen: Grenzen bieten Kindern Schutz. Bei fehlenden oder ungenügenden Grenzen sind Kinder gefährden sich selbst oder schaden jemand anderen, da sie noch nicht das volle Ausmaß ihres Handelns abwägen können. In den ersten Lebensmonaten eines Kindes ist es wichtig, ihren Bedürfnissen nach Schutz, Nahrung und Zuneigung nachzukommen. Das sichert nicht nur das Überleben, sondern bildet die Basis dafür, sich sicher zu fühlen und ein Urvertrauen aufbauen zu können. Erst nach und nach lernen Kinder, dass andere Menschen auch Bedürfnisse haben oder, dass Dinge gefährlich sein können.

Das heißt: Kinder müssen auch lernen, die Bedürfnisse anderer wahrzunehmen und ihre eigenen Bedürfnisse eventuell aufzuschieben. Eigene Grenzen, aber auch die Grenzen anderer müssen respektiert werden.  Wenn Eltern Grenzen setzen, wird sich das Kind dagegen auflehnen. Nicht, weil es seine Eltern schikanieren will, sondern weil es etwas anderes will. Hier gilt es, die Emotionen und Ablehnungen nicht persönlich zu nehmen und die Frustration und die Wut des Kindes möglichst aushalten zu lernen. Häufig hilft ein Perspektivwechsel: Erkenne ich das Bedürfnis, den Wunsch oder das Anliegen des Kindes, dann kann ich auch das trotzende oder wütende Verhalten des Kindes besser verstehen und aushalten. Das ist ein langer Weg.

Damit Kinder mit ihren Eltern diese Entwicklungsschritte machen können, müssen gleichzeitig auch eigene Erfahrungen zugelassen werden. Kinder brauchen und suchen die Erfahrung von Grenzen.  Denn niemand lernt etwas, wenn er nicht selbst Erfahrungen machen konnte oder durfte. Je älter ein Kind wird, umso mehr soll ihm zugetraut werden, umso mehr wird es einen verantwortungsvollen Umgang erlernen, umso selbständiger wird es aufwachsen.

Hilfe erhalten

Weitere Informationen zu den Kursen „Starke Eltern – Starke Kinder®“ gibt es im Kinderschutz-Zentrum, Telefon 02 01 – 20 20 12, und unter www.dksb-essen.de.

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Heike Pöppinghaus
Fachbereichsleitung Kinderschutz

Kinderschutz-Zentrum, I. Weberstr. 18
45128 Essen

02 02 – 20 20 12 | poeppinghaus@dksb-essen.de

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