Kinderkompass > Rund ums Baby > Wenn Stillen schmerzt

Wenn Stillen schmerzt

Frau stillt Baby
© Jan Kopřiva on Unsplash

Lächelt ihr euer Baby an, während dieses selig trinkt? Oder gleicht euer Gesicht eher einer Grimasse, weil ihr Schmerzen beim Stillen habt?

Egal ob ihr das erste Mal Mama geworden seid oder eine ganze Fußballmannschaft Zuhause habt, manchmal ist Stillen unangenehm oder sogar schmerzhaft – ein paar Tipps, wie ihr damit umgehen könnt, findet ihr hier.

Krämpfe während des Stillens

Habt ihr Schmerzen im Unterleib, wenn eure Brüste voller Milch sind? Besonders in den ersten paar Tagen nach der Geburt könnt ihr menstruationsartige Krämpfe haben – das kann sogar Wochen so gehen. Grund dafür ist, dass eure Gebärmutter wieder auf ihre Größe vor dem Baby zusammenschrumpft. Schmerzhaft? Ja, gut möglich. Aber nichts worüber ihr euch Sorgen machen müsst.

Wenn die Schmerzen unerträglich sind oder nicht abklingen wollen, fragt euren Frauenarzt. Konsultiert ihn ebenfalls, wenn eure Brustwarzen sich verändern, zum Beispiel jucken, glänzen oder schuppen. Allgemein gilt, wenn ihr euch Sorgen macht, könnt ihr in eurer Praxis anrufen und um Rat fragen. Die Zeit als frische Mama ist schon stressig genug, da müsst ihr euch nicht auch noch unnötig wahnsinnig machen.

Schmerzen während oder nach dem Stillen

Wenn euer Sonnenschein seine ersten Zähnchen bekommt, kann das Stillen auf jeden Fall eine schmerzhafte Angelegenheit werden. Aber auch lange vor dem ersten Zahn kann es schon wehtun.

Sobald euer Baby andockt, kann es die erste halbe oder sogar volle Minute etwas schmerzen, da es Brustwarze und Brustwarzenhof in seinen Mund saugt. Danach sollte der Schmerz aber vergehen. Bleibt er trotzdem bestehen, unterbrecht das Stillen einen Moment und legt euer Baby neu an – wahrscheinlich hat es eure Brustwarze nicht ganz richtig einsaugen können und braucht einen zweiten Versuch.

Ignoriert ihr dieses schmerzhafte Gefühl und euer Baby trinkt weiterhin „falsch“, weil es die Areola nicht ganz einsaugt, werdet ihr wahrscheinlich bei jedem Stillen Schmerzen haben. Manche Mütter beschreiben das Gefühl wie ein Kneifen oder Zwicken. Hinzu kommt, dass eure Brustwarzen schnell überreizt sein werden und jegliche Berührung mit ihnen wehtun wird. Sprecht euren Frauenarzt oder eine Stillberaterin an, damit ihr das Stillen bald genießen könnt.

Schmerzhaft pralle Brust

Ihr solltet am besten verhindern, dass eure Brust bis zum Bersten mit Milch gefüllt ist, da dies nicht nur schmerzt, sondern einen Milchstau verursachen kann. Und der wiederum eine Mastitis. Stillen könnt ihr in diesem Fall übrigens trotzdem weiter; meist wird vom Frauenarzt sogar explizit dazu geraten.

Wenn möglich, könnt ihr dem entgegen wirken, indem ihr etwa alle zwei bis drei Stunden stillt. Hat euer Baby gerade keinen Hunger, könnt ihr es für den Moment mit warmen Kompressen versuchen, um das Spannungsgefühl zu lindern oder direkt eine Milchpumpe nutzen.

Ist euch die Milchpumpe eher suspekt? Dann könnt ihr auch manuell Milch ablassen, indem ihr eure Brust von unten mit den Fingern stützt und den Daumen oben ablegt. Drückt dann sanft Daumen und Finger zusammen und gegen eure Brustwand. Dann massiert ihr euren Brustwarzenhof mit sanften Druck, bis die Milch zu fließen beginnt und die Spannung nachgibt. Euer Partner hilft euch dabei bestimmt auch gerne, wenn ihr gerade keinen Nerv dazu habt.

gastautor banner
Ferienabenteuer