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Wie das Abendritual zur Luxuszeit wird

Kinder lesen gemeinsam ein Buch
© aprilkind

Jeder, der Kinder hat, weiß, dass für Kinder der Moment, in dem die Eltern „Ab ins Bett“ rufen, oft der schlimmste Moment des Tages ist. Nicht selten artet das sogar in Stress aus. Doch mit ein paar Kniffen und einem ganz besonderen Kuscheltier wird diese Zeit am Abend zur wertvollen Quality-Time für alle.

Der Alltag ist in vielen Familien hektisch

Sie klingt so idyllisch, die Vorstellung vom liebevollen Abendritual. Doch seien wir ehrlich: Für viele von uns Eltern ist der Alltag von Stress geprägt. Morgens die Kinder schnell fertig machen, danach selber zur Arbeit. Dazwischen einkaufen, putzen, kochen, Arztbesuche … Und den Kindern geht es kaum besser. Von morgens bis spät nachmittags in der Kita, musikalische Früherziehung hier, Reiten dort, Ballet oder Fußball, Freunde, Oma …

Kein Wunder, dass sich diese Hektik in vielen Familien auch am Abend nicht wirklich legt. Die Eltern wollen endlich Feierabend, die Kinder aber partout nicht ins Bett. Aus Hektik wird dann ganz schnell Stress. Wir haben das selber mit unseren drei Kindern erlebt. Auch bei uns war nicht immer alles so idyllisch wie im Ratgeber.

Gemeinsame Zeit bewusst nutzen

Dabei bietet gerade der Abend eine Chance, bewusst dem Stress ein Schnippchen zu schlagen. Denn gerade der Abend ist oft die einzige Zeit des Tages, wo ungestörte gemeinsame Zeit mit den Kindern überhaupt möglich ist.

Die Zeit des Ins-Bett-Bringens wird nicht kürzer, wenn wir die Hektik des Tages hineinlassen, nur anstrengender. Mit unseren eigenen drei Kindern haben wir irgendwann erkannt, dass sie sogar zur schönsten Zeit des Tages werden kann, wenn wir uns bewusst darauf einlassen. Wenn wir uns die Zeit nehmen, einfach nur mit den Kids zu kuscheln. Mit den Kindern ganz bewusst über den Tag zu reden. Und dabei auch zuzuhören, Tipps zu geben, Fragen zu stellen: „Und was ist dann passiert?“, „Wie hat Lina reagiert?“, „Was hat Luca dann gemacht?“ Oder mit dem Kind und dem Lieblingskuscheltier im Arm die Lieblingsgeschichte vorlesen – ganz in Ruhe.

Abendrituale geben Stabilität

Was gut tut, wird schnell zum Ritual und erleichtert obendrein den Kindern den Übergang in die Nacht.

Jeder, der Kinder hat, weiß, dass für Kinder der Moment, in dem die Eltern „Ab ins Bett“ rufen, oft der schlimmste Moment des Tages ist. Das ist für Kinder so, als würde man einem Erwachsenen sagen: „Wir feiern jetzt ’ne Party – und du bist nicht dabei.“ Die Großen dürfen noch auf bleiben und tolle Sachen machen. Das einfachste Mittel dagegen ist, wenn die Kinder wissen: Jetzt kommt was Schönes für mich. Jetzt hat Mama oder Papa Zeit für mich.

Aber ein liebevolles Abendritual kann noch mehr: Es macht die Kinder stark für die Nacht. Viele Kinder haben Angst im Dunkeln. Sie fürchten sich vor den Geräuschen, die sie dann hören. Sind Mama und Papa noch da? Ist da ein Einbrecher? Bekomme ich einen Albtraum? Deswegen brauchen Kinder gerade am Abend die Gewissheit, dass sie beschützt und geliebt sind.

Dazu tragen Rituale einen ganz erheblichen Teil bei. Durch die immer wiederkehrenden Abläufe geben sie den Kindern Sicherheit und Geborgenheit und haben einen beruhigenden Einfluss auf sie.

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Ferienabenteuer
Abendritual Vater und Tochter
© aprilkind

Ein gutes Abendritual ist Quality-Time für die ganze Familie

Doch ein liebevolles Abendritual hilft nicht nur den Kindern, sondern ganz genauso den Eltern. Klar, auch bei uns macht sich der Haushalt nicht von alleine. Auch wir brauchen als Eltern mal Zeit für uns.

Aber nachdem wir uns entschieden hatten, dass all das eben nicht in den 15-30 Minuten am Abend sein muss, wenn wir die Kinder ins Bett bringen, sondern dass diese Zeit ganz bewusst für die Familie da ist … seitdem hatten wir plötzlich auch für uns gefühlt mehr Zeit. Weil unsere Kinder entspannter waren und weil wir selbst ganz viel Kraft aus der gemeinsamen Zeit geholt haben.

Seitdem ist für uns klar: Der Tag kann noch so stressig gewesen sein. Sobald es Abend wird, sobald es Zeit ist, die Kinder ins Bett zu bringen, ist Familienzeit. Und das ist für uns Quality-Time, die wir so nur ganz selten am Tag bekommen.

Zubettgehzeit ist Schlafmützenzeit.

Übrigens unterstützt uns ein ganz besonderes Kuscheltier bei dem Abendritual: Die Schlafmützen. Eigentlich hatten wir die Schlafmützen für unsere eigenen Kindern gemacht, als liebevolle Freunde für die Nacht, die mit den Kindern zusammen einschlafen können.

Wird es Zeit ins Bett zu gehen, schnappen wir uns die Schlafmütze, suchen uns ein gutes Buch und genießen die Zeit. Wir lesen ein wenig, lassen den Tag Revue passieren. Aber ganz wichtig: Bevor das Licht ausgeht, zieht das Kind seinem Schlafmützen-Freund die Mütze über die Augen. Dann weiß es: Jetzt ist es Zeit für’s Schlummerland. Noch ein dicker Knutscher. Und dann kann das Licht ausgehen.

Heute schläft in Deutschland schon mehr als jedes 10. Kind mit einer Schlafmütze by aprilkind ein, denn 2016 haben wir sie gemeinsam mit NICI auf den Markt gebracht.

Inzwischen haben wir um die Schlafmützen eine ganze Welt an liebevollen Produkten rund um das Abendritual erschaffen: wunderschön illustrierte Geschichten, liebevoll erzählte Hörbücher, tolle Gutenachtlieder, Bettwäsche, Zimmerdeko und einiges mehr.

Versucht es heute Abend doch selber einmal. Genießt die Zubettgehzeit gemeinsam mit euren Kindern und nehmt euch Zeit zum Kuscheln, Erzählen und Vorlesen. Ganz leicht gelingt das mit dem traumhaft schönen Lied der Schlafmützen „Ein Traum für uns“. Den Song gibt es übrigens kostenlos auf der Seite von aprilkind. Oder schaut euch gleich hier das schöne Musikvideo an und freut euch auf heute Abend.

 

Über die Autorin

Stephanie Maria Gerharz ist mit ihrem Mann, Michael Gerharz, Gründerin von aprilkind. Die beiden leben mit ihren drei Kindern im schönen Rheinland und sind die Eltern von Schlafmützen, Twonster, Furlocks und dem Grolltroll. Ihre Geschichten und Produkte bringen auf der ganzen Welt Kinderaugen zum Leuchten.

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