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Windelausschlag

Baby liegt auf einem Wickeltisch mit Windel
© heymattallen auf Pixabay

Windelausschlag kommt recht häufig bei Babys vor, hat aber unterschiedliche Ursachen. Wie ihr ihn behandeln und im besten Fall verhindern könnt, erfahrt ihr hier.

Die Ursachen von Windelausschlag

In den meisten Fällen ist der Ausschlag eures Babys auf eine von drei Ursachen zurück zu führen: gereizte Haut, eine Infektion oder eine Allergie.

Die Haut eures Sonnenscheins kann gereizt reagieren, wenn die Windel zu lange getragen wird und immer wieder über die zarte Babyhaut reibt. Ist die Windel voll, verstärkt sich dieser Reibungseffekt.

So toll auslaufsichere Windeln auch sind, eine Luftzirkulation findet kaum bis gar nicht statt. Da sie eng am Körper eures Babys anliegen, entwickelt sich durch den Urin schnell ein feuchtwarmes Klima, in dem Bakterien und Pilze sich äußerst wohl fühlen. Während sie wachsen und gedeihen, reagiert die Haut mit einem Ausschlag.

Manche Babys entwickeln auch einen Windelausschlag, da ihre Haut besonders zart ist und allergisch auf bestimmte Substanzen reagiert. Die typischen Verdächtigen sind oft Feuchttücher, Seifen, Waschpulver oder die Windeln bzw. bestimmte Stoffe innerhalb der Windel.

Wenn ihr gerade die Ernährung eures Lieblings umgestellt habt, kann sich sowohl die Häufigkeit als auch die Konsistenz des Kots verändern und zu Windelausschlag führen.

Normalerweise dauert der Ausschlag ein paar Tage an und verschwindet dann auch recht schnell wieder. Hält er sich hartnäckig, obwohl ihr das Wickeln verändert habt, kann eine Pilzinfektion schuld sein. Wenn ihr stillt und Antibiotika bekommen habt oder euer Baby damit behandelt wurde, werden alle Bakterien abgetötet – auch die guten.

Der Pilz Candida Albicans kann dann ungehindert wachsen und ruft einen Ausschlag hervor, der meist in den Hautfalten beginnt und sich dann auf dem Körper eures Babys ausbreitet. Zu erkennen ist er daran, dass der Ausschlag an sich meist rot und dazu leicht erhoben ist. Ebenfalls typisch ist, dass sich rote Pünktchen über die eigentliche Ausschlagstelle hinaus verbreiten.

Ausschlag behandeln

Den Windelausschlag könnt ihr meist ganz leicht selbst behandeln. Wickelt euer Baby häufiger als zuvor und überprüft in kürzeren Abständen als gewohnt, ob sie voll ist. Reinigt die Babyhaut sanft mit Wasser und geeigneter Seife und tupft sie sanft trocken. Salben und Cremes mit Zinkoxid beruhigen die gereizte Haut, wenn sie nach jedem Wickeln dick aufgetragen werden.

Manche Experten raten auch dazu, dass Baby mehrere Stunden am Tag ohne Windel zu lassen, damit die Haut atmen kann. Um Unfälle schnell beseitigen zu können, könnt ihr euer Baby zum Beispiel auf ein Handtuch legen, wenn es auf dem Boden liegt oder spielt.

Wenn der Windelausschlag nach ein paar Tagen nicht abklingt oder sogar schlimmer wird, solltet ihr einen Arzt dazu ziehen. Entwickelt euer Baby offene Wunden oder wirkt anders als sonst, wartet ihr natürlich nicht ab und versucht es mit Hausmittelchen, sondern sucht direkt medizinischen Rat.

Windelausschlag vorbeugen

Oft gehen Vorbeugen und Behandeln Hand in Hand über. Wechselt auch ohne Ausschlag die Windel so schnell wie möglich, damit euer Baby nicht in seinem Urin oder Kot liegt. Trocknet seine Haut nur durch sanftes Tupfen anstatt zu reiben und wickelt es nur dann, wenn seine Haut wirklich trocken ist.

Legt die Windel eher locker an, damit sie nicht über die zarte Haut reibt und informiert euch bei Stoffwindeln, wie sie am besten gereinigt werden. Besonders die Menge des Waschmittels solltet ihr beachten und sie am besten noch einmal zusätzlich durchwaschen, um alle Spuren von Waschmitteln zu entfernen, bevor ihr euren Liebling wieder in die Windel hüllt.

Hat euer Baby sensible Haut, wird ihm eine Windelcreme helfen, die ihr mit jedem Wickeln auftragt. Viele Babys kommen aber auch ohne Creme gut mit ihren Windeln zurecht.

Vielleicht ist aber auch die windelfreie Lösung eine Option für euch und euer Baby?

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